WIFI Tirol KIDU
Ein Tag.
Danach kann es
jemand bei Ihnen.
Artikel 4 der EU-KI-Verordnung verlangt von Betrieben seit 2. Februar 2025, für KI-Kompetenz beim eigenen Personal zu sorgen. Wie, sagt die Verordnung nicht. Genau da setzen wir an: mit einem Tag, an dem Ihre Leute nicht nur zuhören, sondern an ihren eigenen Aufgaben arbeiten.
KIDU und das WIFI Tirol bringen ein gemeinsames Tagesformat zu KI-Kompetenz in Tiroler Betriebe.
- Dauer
- Ein Werktag, 08:30 bis 16:20
- Umfang
- Acht Unterrichtseinheiten
- Ort
- Bei Ihnen im Haus
- Begleitung
- Zwei Trainer ab sechs Personen
- Am Abend
- Ein eigener Fall, der läuft
Zwei Trainer, weil am Nachmittag in Gruppen gearbeitet wird und eine Person nicht zwei Tische gleichzeitig begleiten kann. Bei kleineren Runden genügt einer.
Was seit wann gilt.
- 02.02.2025 gilt bereits Artikel 4 KI-Kompetenzpflicht. Gilt ohne Übergangsfrist.
- 02.08.2026 Artikel 50 Kennzeichnungspflicht für KI-Interaktion und KI-Inhalte.
- 02.12.2027 Anhang III Hochrisiko-Pflichten, per Digital Omnibus verschoben.
Die Verordnung schreibt kein Zertifikat und kein bestimmtes Curriculum vor - der Maßstab sind angemessene, dokumentierbare Maßnahmen. Der Tag adressiert diese Pflicht und dokumentiert die Schulung. Mehr verspricht Ihnen seriös niemand.
Eine Stunde, bevor
irgendetwas geplant wird.
Ziele, Arbeitsprobleme, welche Werkzeuge bei Ihnen freigegeben sind und ob es schon eine KI-Richtlinie gibt. Daraus entstehen die Beispiele und Aufgaben. Danach ist es nicht mehr irgendein Kurs, sondern Ihr Tag.
08:30 bis 16:20.
Acht Unterrichtseinheiten, minutengenau geplant. Nicht weil wir Bürokraten sind, sondern weil ein Tag, an dem fünfzehn Leute arbeiten sollen, keinen Leerlauf verträgt.
Vormittag Kompetenz
- 08:30 Ankommen & Rahmen Technik, Ablauf, was der Tag liefert.
- 08:45 KI-Realitätscheck Was die Werkzeuge können, wo sie zuverlässig sind und wo nicht. Derselbe Auftrag in zwei Systemen nebeneinander.
- 09:30 Wer haftet? Sie. Vier reale Fälle, in denen es schiefgegangen ist. Danach die Runde: Welcher davon könnte bei uns passieren?
- 10:15 Pause
- 10:30 Darf ich das? Zwölf echte Betriebsszenarien im Ampelverfahren. Risikostufen, Kennzeichnung, Datenschutz-Schnellcheck an Fällen aus dem Raum.
- 11:30 Zwei Handgriffe Datenfreigaben abschalten, am eigenen Gerät. Und eine Karte: meine Werkzeuge, meine Daten, mein größter Zeitfresser.
- 11:50 Wissens-Check Zehn bis zwölf Fragen, gemeinsame Auflösung. Grundlage der Schulungsdokumentation.
- 12:10 Merkblatt & Ausblick Die Kernfragen, die Zahlen und die zwei Handgriffe auf einer Seite zum Mitnehmen.
- 12:20 Mittagspause
Nachmittag Anwendung
- 13:00 Kickoff Werkstatt Format, Rollen, Zugänge. Die Karte von 11:30 kommt auf den Tisch.
- 13:15 Sammeln & Clustern Jeder Zeitfresser wird eine Karte an der Wand. Sortiert nach Thema, nicht nach Abteilung - dabei zeigt sich, wo dieselbe Arbeit dreimal gemacht wird.
- 13:45 Priorisieren Wirkung gegen Aufwand. Teams bilden, quer durch die Abteilungen.
- 14:00 Vertiefen Je Team: Was ist das Ziel, wie läuft es heute, wo hakt es, was wäre der einfachste erste Weg?
- 14:45 Pause
- 15:00 Erproben Bauen, testen, verbessern - im freigegebenen Werkzeug Ihres Hauses.
- 15:45 Ergebnisse teilen Drei Minuten je Team. Zeigen statt vortragen.
- 16:05 Leitplanken Ein gebautes Ergebnis durch die Rechts-Brille vom Vormittag. Was folgt daraus für Werkzeuge, Daten und Zuständigkeiten?
Erst sichtbar machen,
dann bewerten, dann bauen.
Der Nachmittag beginnt nicht bei null. Jede und jeder kommt mit einem bereits notierten Zeitfresser aus dem Vormittag - deshalb wird ab der ersten Minute an echten Aufgaben gearbeitet.
- 01 Sammeln Zeitfresser aus dem Vormittag, nicht aus der Luft
- 02 Clustern Themenfelder statt Abteilungsgrenzen
- 03 Priorisieren Wirkung gegen Aufwand
- 04 Vertiefen Ziel, Ist-Stand, Hürden, Lösungsweg
- 05 Erproben Bauen, testen, verbessern
Was danach da ist.
- Orientierung
- Ihre Leute können KI verantwortungsvoll einsetzen und wissen, wo die Grenzen liegen.
- Schulungsdokumentation
- Anwesenheit und absolvierter Wissens-Check, dokumentiert für Ihre Unterlagen. Artikel 4 verlangt ein Bemühen, keinen Erfolg und kein Zertifikat - das hier ist der Nachweis dieses Bemühens.
- Anwendungsfälle
- Erste eigene Fälle, gemeinsam erarbeitet und im Betrieb anschlussfähig. Je nach Fall ein erstes lauffähiges Werkzeug.
- Leitplanken
- Welche Werkzeuge, welche Daten, welche Prüfschritte, wer ist zuständig. Aus der Praxis abgeleitet, nicht aus einer Vorlage.
KI-Kompetenz ist keine Einmal-Pflicht: Neue Leute kommen dazu, Werkzeuge und Rechtslage ändern sich. Deshalb gibt es einen jährlichen Refresh-Halbtag, der die Dokumentation aktuell hält.
Förderung:
fragen Sie danach.
Für betriebliche Weiterbildung gibt es Förderwege auf Bundes- und Landesebene. Ob einer davon für Sie in Frage kommt, hängt vom Betrieb ab, vom gewählten Format und davon, ob im jeweiligen Topf noch Mittel verfügbar sind. Wir schauen uns das im Vorgespräch gemeinsam an, bevor ein Angebot steht. Die Antragstellung selbst bleibt bei Ihnen.
Förderanträge brauchen Vorlauf, je nach Weg mehrere Wochen vor dem Kurstag. Wer fördern lassen will, meldet sich also früher.
Was es nicht ist.
- Kein Vortrag mit Folien und Fragerunde am Ende.
- Keine Toolschulung für ein bestimmtes Produkt.
- Kein Zertifikatskurs mit Prüfung.
- Keine Beratung, die als Konzeptpapier endet.
Wenn Sie einen Vortrag für hundert Leute brauchen, sind wir die Falschen. Der Tag lebt davon, dass jede Person im Raum an etwas Eigenem arbeitet.
Wer im Raum steht.
- Thomas Seiger
- Baut seit November das offene KI-Netzwerk KINN in Tirol auf, gibt KI-Kurse und hat seit März vier Buildathons veranstaltet.
- Jannik Küchler
- Geschäftsführer einer Innsbrucker Unternehmensberatung, moderiert KI-Workshops in mehreren Branchen und hat für einen Kunden die Auswirkungen der EU-KI-Verordnung analysiert.
Wächst das Format, arbeiten wir weitere Trainerinnen und Trainer ein.
Der Weg dorthin
führt über das WIFI.
Den KI-Werkstatttag gibt es gemeinsam mit dem WIFI Tirol. Dort liegt die Organisation, dort werden Termin und Konditionen besprochen. Ein Anruf oder eine Mail genügt - Betrieb und ungefähre Teilnehmerzahl reichen als Einstieg.
Fragen zum Inhalt des Tages beantworten wir gern selbst: kontakt@kidu.at. Gebucht wird beim WIFI.
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